Nach EU Recht besteht für industriell gefärbte Ostereier im Gegensatz zu frischen Eiern keine Kennzeichnungspflicht, d.h. es muss auf der Verpackung nicht angegeben werden, ob die Eier von Hühnern aus Bodenhaltung, Freilandhaltung, biologischer Bewirtschaftung oder gar aus Käfighaltung stammen.

Aus Respekt vor der Natur sollten Hühner nicht in Legebatterien eingesperrt leben müssen!

Will man also sicher stellen, dass die Hühner, deren Eier ihr esst, nicht aus Käfighaltung stammen, dann empfiehlt es sich, die Eier frisch zu kaufen und selbst zu färben.

Färbt man Eier selbst, so kann man diese auch umweltfreundlich mit natürlichen Farben gestalten.

 Industriell gefärbte Ostereier

Industriell gefärbte Ostereier (Foto: Indeedous / Wikimedia Commons)

 

News

Kann die Natur Plastik zersetzen?

Wer kennt das Bild nicht: eine Wiese im Wald, ein Strand, ein Berggipfel, wunderschön gelegen mit herrlicher Aussicht: nur überall liegt Müll herum, vorallem Plastik.

 

Wesentlicher Grund dafür ist, dass Plastik nicht oder nur sehr langsam von der Natur wieder abgebaut wird. Im günstigsten Fall wird es in kleine Teilchen zerrieben. Selbst nach mehreren hundert Jahren wird Plastikmüll - wenn einmal achtlos weggeworfen - an dieser Stelle liegen.

Bereits 2011 hat ein Forschungsteam eine Entdeckung veröffentlicht, die hier Hoffnung auf eine Verbesserung aufkommen lässt: es wurde ein Pliz gefunden, der zumindest eine Sorte Plastik, Polyurethane, frisst und damit abbaut. Der Artikel der Dschungelpilz, der Plastik frisst, erschienen im Blog des Forschungs-Instituts Frauenhofer-Gesellschaft berichtet darüber und nennt die ursprüngliche Quelle in einer Fachzeitschrift.

Vor wenigen Tagen wurde nun eine weitere Veröffentlichung bekannt: ein japanisches Forschungsteam hat ein Bakterium mit dem wissenschaftlichen Namen Ideonelle sakaiensis endeckt, das sich gerne und hauptsächlich von PET, einer weiteren weit verbreiteten Plastik-Sorte ernährt. (Darüber hat das ZEITmagazin im Artikel Lieblingsessen Plastik am 11.03.2016 berichtet).

Bis zu einer technischen Nutzung zum Abbau von Plastik-Müll ist noch ein weiter Weg. Nun scheint aber ein Weg offen, wie die Menschheit in Zukunft das Problem Plastikmüll in den Griff bekommen kann.

 

 

Umwelttipp

Ostereier selber färben!

Statt Ostereier gefärbt zu kaufen oder sie mit künstlichen Farben einzufärben, kann man sie auch mit natürlichen Farben gestalten, die häufig im Haushalt vorhanden sind!

 Als natürliche Farben eignen sich besonders gut:

  • Spinat (grün)
  • Maatetee (rot)
  • Rote Beete (rot)
  • Zwiebelschalen (braun)
  • Schwarztee (beige)
  • Rot- oder Blaukraut (rot bzw. blau)
  • Hagebutten- oder Früchtetee (leichtes rot)

Um die Farben haltbarer zu machen und um den gefärbten Eiern Glanz zu verleihen, kann man sie z.B. mit einer Speck-Schwarte einfetten.

Es macht besonders viel Spaß, Ostereier gemeinsam in der Familie oder mit Freunden zu getalten! Einfach mal ausprobieren!

Und noch ein Hinweis:
Schalen von mit Naturfarben gefärbten Eiern kann man bedenkenlos kompostieren (keine Giftstoffe!). Die Schalen im Kompost sind wertvoll, weil sie dem Boden wieder Kalk zuführen.

Selbst gefärbte Ostereier

Selbstgefärbte Ostereier mit Naturfarben. (Foto: Dirk Ingo Franke, Wikimedia Commons)

 

Zum Seitenanfang
JSN Blank template designed by JoomlaShine.com