Warum ist Wertstoff-Recycling wichtig?


Station: Rathaus Wiesloch
Thema: An dieser Station besprechen wir, welche Materialien im Rathaus gesammelt werden und warum es wichtig ist, die darin enthaltenen Wertstoffe zu recyceln.

Schaut euch zunächst um und findet heraus, was hier im Rathaus zentral von der Gemeindeverwaltung gesammelt wird!


Eine Frage vorab:

Schätzt einmal, wie viele Handys in Deutschland ungenutzt zu Hause liegen: 

  • 11 Mio
  • 43 Mio
  • 106 Mio 

 Die Antwort auf diese Frage findet ihr im folgenden Text!

Recycling-Stelle Rathaus

Hier im Rathaus findet ihr u.a. eine Abgabestelle für alte, gebrauchte Handys, für CDs und DVDs sowie für Batterien und Akkus. Das sind alles Gegenstände, bei denen das Sammeln besonders lohnend und wichtig für die Umwelt ist.

Wertstoff-Sammelstelle im Wieslocher Rathaus


Recycling von CDs und DVDs

Viele CDs veralten schnell oder man erhält sie als kostenlose Werbebeigabe. CDs aber einfach in den Hausmüll zu werfen, ist keine gute Idee, denn CDs bestehen überwiegend aus dem wertvollen Kunststoff Polycarbonat, aus einer dünnen Metallschicht (z.B. Aluminium) sowie aus Schutzlack und Druckfarben (Aufdruck auf der Scheibe).
Die Beschichtung lässt sich mit geringem Aufwand von der Kunststoffscheibe lösen.

CDs und DVDs

Polycarbonat ist als Wertstoff zur Weiterverarbeitung z.B. in Medizintechnik, Automobilindustrie und Computerindustrie sehr begehrt. Eine Verwertung ist daher wirtschaftlich sinnvoll, reduziert die Müllberge und spart Erdöl und andere nicht erneuerbare Ressourcen.

Bei der Flut an CDs, die jährlich produziert werden, ist die Möglichkeit zur Einsparung hier riesig. Dennoch wird heute nur ein kleiner Anteil der CDs und DVDs recycelt.

 

Recycling von Handys

Jedes  Mobiltelefon enthält im Schnitt 47% Kunststoff, 20% Kupfer, 5% Nichtmetalle (Kohlenstoff, Schwefel, Phosphor), 10% Keramik und 20% sonstige Metalle.


Zu den Metallen, die in der Handy-Produktion benötigt werden, gehören auch die sogenannten „Seltenen Erden“. Sie können nur an wenigen Stellen der Erde gewonnen werden (überwiegend in China) und sind besonders teuer.

Wenn wir es schaffen, dass jedes alte Handy in einer Sammlung wie dieser landet, müssen viel weniger Rohstoffe neu erschlossen werden. Ein Teil der Werkstoffe stammt dann aus den wiederverwendeten, alten Geräten. Wenn man sich also von einem alten Handy trennt, egal ob defekt oder zu alt, dann bitte zu einer Sammelstelle bringen und nicht in den Mülleimer werfen! Allerdings liegen heute noch 106 Millionen Handys ungenutzt in Schubladen.


Wo kommen die Rohstoffe her? Bergbau und seine Gefahren!

Viele Rohstoffe werden durch Bergbau gewonnen. Generell ist Bergbau eine harte Arbeit, oft sind die Menschen dabei giftigen Chemikalien und großen Gefahren für Gesundheit und Leben ausgesetzt, z.B. wenn ein Stollen in einem Berg einstürzt.

Ein weiteres Problem ist, dass beim Bergbau oft viel Abraum (Abfall in Form von nicht nutzbarem Gestein) anfällt. Um die Rohstoffe und den Abraum zu trennen, werden giftige Chemikalien eingesetzt, die häufig ungereinigt in Gewässer gelangen und diese verschmutzen. Der Abraum verbleibt immer wieder als Müllhalde … oft eine trostlose Landschaft ohne Tiere und Pflanzen!


Was man noch tun kann!

Was jeder tun kann, ist, sich nicht jedes Jahr ein neues Handy zu kaufen, sondern sein altes weiterzubenutzen, bis es kaputt geht. Gebrauchte Handys (z.B. die der Eltern) weiter zu benutzen, ist ebenfalls eine gute Idee.


Recycling von Batterien und Akkus

Batterien enthalten giftige Schwermetalle wie Blei, Cadmium oder Quecksilber. Quecksilber ist seit 2001 als Bestandteil von Batterien zwar gesetzlich verboten, dennoch enthalten immer noch viele alte Batterien diesen Problemstoff.
Akkus können wieder aufgeladen werden und sind daher mehrfach verwendbar. Daher sollten, wo immer möglich, Akkus statt Batterien verwendet werden.
Wegen der giftigen Schwermetalle sind alle Batterien und Akkus Sondermüll. Es ist gesetzlich verboten, sie im Hausmüll zu entsorgen. Beim Entsorgen muss man Batterien und Akkus nicht sortieren. Sie müssen in eine sogenannte BATT-Box eingeworfen werden.
Abfall GRS-Batterie-Sammelkarton
Nahezu 100% der recycelten Batterien werden tatsächlich wiederverwendet. Allerdings werden –Stand heute – von den Konsumenten nur ca. 50 % der Batterien zurückgegeben.
Batterien, die Quecksilber enthalten, sind besonders umweltschädlich. Für sie gibt es kein geeignetes Verfahren, die Ausgangsstoffe gefahrenfrei zurückzugewinnen. Sie werden heute in der Regel deponiert, das heißt, unter dicken Erdschichten vergraben. Die Hoffnung ist, dass aus Deponien nie Gifte freigesetzt werden. Kritiker merken aber an, dass Deponien schlafende, aber tickende Zeitbomben für die Umwelt sind.


Eichhörnchen-Tipp:
Der Eichhörnchen-Tipp


Aufgaben:

Schaut, ob bei euch zu Hause eine Sammelkiste steht, in der alte Batterien und Akkus gesammelt werden. Falls nicht: Besorgt ein entsprechendes Behältnis und vereinbart mit Eltern und Geschwistern, dass hier die alten Batterien gesammelt werden.
Durchsucht eure Schränke, den Keller und den Speicher, ob ihr alte Batterien, CDs oder Handys findet. Entsorgt sie korrekt in der Sammelstelle im Rathaus.


Wer mehr wissen will …

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News

Kann die Natur Plastik zersetzen?

Wer kennt das Bild nicht: eine Wiese im Wald, ein Strand, ein Berggipfel, wunderschön gelegen mit herrlicher Aussicht: nur überall liegt Müll herum, vorallem Plastik.

 

Wesentlicher Grund dafür ist, dass Plastik nicht oder nur sehr langsam von der Natur wieder abgebaut wird. Im günstigsten Fall wird es in kleine Teilchen zerrieben. Selbst nach mehreren hundert Jahren wird Plastikmüll - wenn einmal achtlos weggeworfen - an dieser Stelle liegen.

Bereits 2011 hat ein Forschungsteam eine Entdeckung veröffentlicht, die hier Hoffnung auf eine Verbesserung aufkommen lässt: es wurde ein Pliz gefunden, der zumindest eine Sorte Plastik, Polyurethane, frisst und damit abbaut. Der Artikel der Dschungelpilz, der Plastik frisst, erschienen im Blog des Forschungs-Instituts Frauenhofer-Gesellschaft berichtet darüber und nennt die ursprüngliche Quelle in einer Fachzeitschrift.

Vor wenigen Tagen wurde nun eine weitere Veröffentlichung bekannt: ein japanisches Forschungsteam hat ein Bakterium mit dem wissenschaftlichen Namen Ideonelle sakaiensis endeckt, das sich gerne und hauptsächlich von PET, einer weiteren weit verbreiteten Plastik-Sorte ernährt. (Darüber hat das ZEITmagazin im Artikel Lieblingsessen Plastik am 11.03.2016 berichtet).

Bis zu einer technischen Nutzung zum Abbau von Plastik-Müll ist noch ein weiter Weg. Nun scheint aber ein Weg offen, wie die Menschheit in Zukunft das Problem Plastikmüll in den Griff bekommen kann.

 

 

Umwelttipp

Energie sparen beim Kochen!

Beim Kochen kann man die Umwelt schützen, indem man Topfdeckel benutzt und Deckel passend zu Töpfen wählt. Außerdem hilft es, die Töpfe auf passende Herdplatten zu stellen. So minimiert man den Energieverbrauch stark. Zusätzlich hilft es Wasser mit Wasserkochern zu kochen.e

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