Wo fange ich an?

Der erste Schritt zum Recycling ist eine gute Mülltrennung daheim im Haushalt. Die schlechteste Lösung ist, wenn alles unsortiert im Restmüll, in der "Schwarzen Tonne", landet. Das wäre übrigens auch teuer: die Abholung von Restmüll muss man am teuersten bezahlen. In den Restmüll gehören also nur Dinge, die sonst nicht sinnvoll wiederverwendet oder entsporgt werden können.

 

Kompost und Kompost-Müll

Pflanzen- und Nahrungsreste kann man - wenn vorhanden - im eigenen Garten zu Kompost wandeln und erhält auf diesem Weg noch kostenfrei einen hervorragenden Dünger.

Wenn dies nicht möglich ist, so kann über die Grüne Tonne immer noch Bio-Müll entsorgt werden. Aber auch wer über einen eigenen Kompost-Haufen verfügt: Reste von Wurst, Fleisch oder Käse eignen sich nicht für den Kompost ... das ist unhygienisch und zieht Schädlinge, z.B. Ratten, an. Ebenfalls wenig willkommen im Kompost sind Schalen von Zitrusfrüchten: weil sie hier nicht heimisch sind und daher lange brauchen, bis sie auf natürlichem Weg zerfallen. Außerdem sind Schalen von Nicht-Bio Obst oft mit Spritzmitteln behandelt ... diese Gift möchte man nicht über den Kompost im eigenen Garten anreichern.

 

CDs und DVDs

CDs und DVDs bestehen aus dem wertvollen Kunststoff Polycarbonat und einer dünnen Metallschicht. Wenn sie sortenrein gesammelt werden, d.h. auch ohne Hülle, kann man den Kunststoff von der Metallschicht trennen und das Polycarbonat anschließend sogar zur Herstellung von Brillengläsern wiederverwenden. Deshalb ist es wichtig sie an Sammelstellen abzugeben und nicht einfach im Hausmüll zu entsorgen.

In Wiesloch könnt ihr CDs und DVDs an Sammelstellen im Rathaus, im Ottheinrich Gymnasium oder direkt bei der AVR abgeben. Dabei ist es wichtig, diese von ihren Hüllen zu trennen.

Wenn ihr sonst noch etwas tun wollt, könnt ihr Freunden davon erzählen oder eine eigene Sammelbox aufstellen. Die Sammelboxen bekommt ihr bei der AVR in Wiesloch.

 

Leuchtmittel

Seit dem 24.03.2006 ist gesetzlich geregelt, dass Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren getrennt gesammelt und abgegeben werden müssen.

Es ist besonders wichtig, Energiesparlampen abzugeben, weil sie giftige Stoffe wie z.B. Quecksilber enthalten. Sie stellen - insbesondere im Vergleich zur klassischen Glühbirne - eine erhebliche Gefährdung für Umweltverschmutzung durch Schwermetalle dar.

Das Recycling von Leuchtstoffröhren ist interessant, weil sich sowohl Edelgase als auch seltene Erden langfristig recyceln lassen. Allerdings sind dafür heute noch keine hinreichend guten technischen Verfahren entwickelt. Teilweise werden daher diese Leuchtmittel deponiert, weil man hofft, zukünftig diese Rohstoffe wirtschaftlich interessant wiedergewinnen zu können.

Leuchtmittel können aktuell in Baumärkten, wie z.B. im TOOM in Wiesloch, entsorgt werden.

 

Batterien und Akkus

In Batterien und Akkus sind viele schädliche Stoffe, wie zum Beispiel Quecksilber, enthalten, weshalb es gesetzlich verboten ist sie im Hausmüll zu entsorgen. Zudem können Batterien und Akkus zu 100% recycelt werden. Bis jetzt werden allerdings nur 50% der Batterien tatsächlich in Sammelstellen abgegeben. 

Also gebt eure alten Batterien und Akkus in Sammelstellen ab. Diese werden im Wieslocher Rathaus, im Ottheinrich Gymnasium, bei der AVR in Wiesloch oder im Baumarkt TOOM gesammelt. Ein guter Tipp ist es auch, Akkus statt Batterien zu verwenden, da diese mehrmals verwendet werden können.

 

Handies und Elektroschrott

Handies bestehen aus vielen Rohstoffen wie z.B. Seltene Erden, die recycelt werden können. Durch Wiederverwendung müssten weniger Rohstoffe durch Bergbau gewonnen werden. So müssten weniger Arbeiter, zum Teil Kinder, unter schlechten Arbeitsbedingungen arbeiten und die Umwelt würde geschützt werden.

Also kauft euch nicht jedes Jahr ein neues Handy, benutzt die Handies eurer Eltern weiter und gebt die Handys, die ihr nicht mehr braucht in Sammelstellen ab. Ihr könnt eure alten Handys zur AVR in Wiesloch, zum Ottheinrich Gymnasium Wiesloch zur Sammelstelle im Wieslocher Rathaus oder über den NaBu abgeben.

 

Fahrradschläuche

Wie viele vielleicht noch nicht wissen, können Fahrradschläuche zu 100% recycelt werden. Dabei kann das recycelte Material ohne Qualitätsverlust für neue Schläuche wiederverwendet werden.

Also sammelt eure alten Fahrradschläuche, schickt sie an das Unternehmen Schwalbe oder gebt sie an der Sammelstelle im Ottheinrich Gymnasium Wiesloch ab.

 

Medikamente

Aktuell werden Medikamente im Restmüll entsorgt, mit der Empfehlung, sie "kindersicher" zu verpacken.

Tatsächlich sollten Medikamente wie z.B. Antibiotika nicht im Müll landen oder gar ins Grundwasser gelangen. Früher haben viele Apotheken alte Medikamente zurückgenommen und sie fachkundig entsorgt. Dies unterbleibt heutzutage oft. 

Ein sinnvolles Recycling / Entsorgen alter Medikamente muss erst erneut eingerichtet werden. Hier fehlen aktuell sinnvolle Möglichkeiten und Verfahren.

 

Quecksilberthermometer

Außerdem achtet bitte darauf, alte Quecksilberthermometer nicht im Hausmüll zu entsorgen, weil das Quecksilber hoch giftig ist. Diese könnt ihr als Schadstoffe bei den Wertstoffhöfen in eurer Umgebung abgeben. So zum Beispiel bei der AVR in Wiesloch.

 

Kleidung

Die Herstellung von billigen Klamotten schadet der Umwelt, sowie den in großen Fabriken arbeitenden Näherinnen und ist alles andere als nachhaltig. Deshalb sollte man nur so viele Klamotten kaufen, wie man braucht und Klamotten die man nicht mehr braucht in Second-Hand-Läden abgeben oder an Freunde verschenken.

Achtung: Es ist nicht sinnvoll, alte Kleidung bei Sammelaktionen abzugeben, bei denen man nicht sicher weiß, wohin sie verschickt wird. So kann es passieren, dass man, wenn man Klamotten in Dritte Welt Länder schickt,  die eigene Textilindustrie dieser Ländern aushebelt und Näherinnen zum Beispiel ihre eigenen Produkte nicht mehr verkaufen können.

 

Glas

Auch bei der Entsorgung von Glasmüll, ist es wichtig diesen nicht einfach im Restmüll zu entsorgen, da man Glas gut recyceln und wiederverwenden kann. Für Glasmüll gibt es blaue Boxen oder Glasmüllcontainer, die wie auch der Restmüll abgeholt werden. Glasgetränkeflaschen können bei Getränkemärkten in der Umgebung mit dem Erhalt von Pfand zurückgegeben werden.

In manchen Städten wird zusätzlich zwischen Braun-, Grün- und Weißglas unterschieden. Dies ist in Wiesloch nicht der Fall. 

 

Altpapier

Ca. 22.6 Millionen Tonnen Papier,Karton und Pappe werden jährlich produziert. Davon werden aber nur 15,3 Millionen Tonnen wiederverwendet. Je mehr Papier recycelt wird, desto weniger Holz muss für die Papierproduktion verwendet werden.

Sammelt euer altes Papier zu Hause und bringt es dann zu einer Sammelstelle! Kauft nur recyceltes Papier und bedruckt jedes Blatt beidseitig!

 

Verpackungen

Der beste Weg um Verpackungsmüll zu vermeiden, ist es Produkte ohne Verpackungen, zum Beispiel in verpackungsfreien Supermärkten, zu kaufen. Gut ist es auch, Verpackungen in Supermärkten sofort wieder zurückzugeben. Dies ist zum Beispiel mit Kartons möglich. 

Eine weitere Möglichkeit Verpackungen zu vermeiden, ist es, beim Einkauf eigene Taschen und Rucksäcke mitzunehmen und so auf Plastiktüten zu verzichten. 

Der Rest gehört in die grüne Tonne.

 

 

Weitere Information

Noch detailliertere Information findet Ihr auf den Seitenm der AVR Kommunal GmbH.

News

Kann die Natur Plastik zersetzen?

Wer kennt das Bild nicht: eine Wiese im Wald, ein Strand, ein Berggipfel, wunderschön gelegen mit herrlicher Aussicht: nur überall liegt Müll herum, vorallem Plastik.

 

Wesentlicher Grund dafür ist, dass Plastik nicht oder nur sehr langsam von der Natur wieder abgebaut wird. Im günstigsten Fall wird es in kleine Teilchen zerrieben. Selbst nach mehreren hundert Jahren wird Plastikmüll - wenn einmal achtlos weggeworfen - an dieser Stelle liegen.

Bereits 2011 hat ein Forschungsteam eine Entdeckung veröffentlicht, die hier Hoffnung auf eine Verbesserung aufkommen lässt: es wurde ein Pliz gefunden, der zumindest eine Sorte Plastik, Polyurethane, frisst und damit abbaut. Der Artikel der Dschungelpilz, der Plastik frisst, erschienen im Blog des Forschungs-Instituts Frauenhofer-Gesellschaft berichtet darüber und nennt die ursprüngliche Quelle in einer Fachzeitschrift.

Vor wenigen Tagen wurde nun eine weitere Veröffentlichung bekannt: ein japanisches Forschungsteam hat ein Bakterium mit dem wissenschaftlichen Namen Ideonelle sakaiensis endeckt, das sich gerne und hauptsächlich von PET, einer weiteren weit verbreiteten Plastik-Sorte ernährt. (Darüber hat das ZEITmagazin im Artikel Lieblingsessen Plastik am 11.03.2016 berichtet).

Bis zu einer technischen Nutzung zum Abbau von Plastik-Müll ist noch ein weiter Weg. Nun scheint aber ein Weg offen, wie die Menschheit in Zukunft das Problem Plastikmüll in den Griff bekommen kann.

 

 

Umwelttipp

Altpapier benutzen

Beim Herstellen von Papier müssen viele Bäume gefällt werden. Dafür werden oft große Waldflächen gerodet. So verlieren viele Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum. Außerdem wird bei der Herstellung von Papier sehr viel Wasser verbraucht. Eine Möglichkeit dies zu umgehen, ist es Altpapier zu benutzen. Man erkennt es am Siegel Blauer Engel!

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