Recycling? Was geht mich das an?

Beim Recycling geht es darum, Dinge und Materialien, die man nicht mehr benötigt, nicht wegzuwerfen, sondern wertvolle Bestandteile einer Wiederverwendung zuzuführen. 

Dafür gibt es gleich eine ganze Reihe hervorragender Gründe: 

  • Materialien werden wiederverwendet, also neue Dinge nicht mit neuen Rohstoffen produziert, sondern zumindest zum Teil aus bereits genutzten. Rohstoffe sind aber auf unserer Welt nur endlich vorhanden und wir müssen uns diese Schätze mit allen Menschen, ja sogar mit allen Generationen von Menschen teilen, die auf der Erde wohnen wollen.
  • Müllhalden gefallen niemandem: niemand steht gerne in einem Haufen unsortierten, alten Mülls. Dreck, Gestank, Gift. Will man die Mengen an Müll reduzieren, die wir täglich produzieren, so müssen wir Müll vermeiden und Wertvolles wiederverwenden.
  • Für die Förderung von Rohstoffen (z.B. durch Ölförderanlagen, Bergwerke, Tagebau) oder deren Produktion (z.B. Kautschuk- oder Palmöl-Plantagen) benötigt man Platz. Urwälder, Küsten, Seen und andere unberührte Natur müssen weichen und damit seltene Pflanzen- und Tierarten.
  • Die Förderung oder Produktion von Rohstoffen, z.B. in Bergwerken oder Plantagen, ist für die Menschen, die dort leben und arbeiten oft nicht lustig: häufig werden Menschen aus ihrer Heimat, von ihrem Land vertrieben, um dort Rohstoffe zu fördern, oder sie arbeiten für einen Hungerlohn bis zum Umfallen, oder Kinder und Frauen arbeiten unter miesen Bedingungen und man nimmt ihnen dadurch die Chance auf ein besseres Leben oder die Menschen die dort arbeiten, sind giftigen Stoffen und anderen Gefahren schutzlos ausgeliefert ... wenn wir diese Rohstoffe, nicht konsumieren, verbessern sich langfristig die Lebensbedingungen für die Menschen.

Daher geht Recycling jeden an: Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Bei diesem Thema können Erwachsene noch viel von Kindern oder Jugendlichen lernen.

Worin besteht das Problem?

Der Kern des Problems ist: wiederverwenden kann man in der Regel nur hinreichend sortenrein getrennte Materialien und Gegenstände. Es ist sehr teuer, Gegenstände erst mühsam in Einzelteile zu zerlegen, um die einzelnen Bestandteile wiederzuverwenden und bei vielen Dingen funktioniert das Trennen in Bestandteil gar nicht so einfach, denn sie sind verklebt, vermischt, verschweißt, ...

Umso wichtiger ist es daher, die Materialien zu trennen und zu sammeln, die man einfach wiederverwenden kann und deren Bestandteile besonders wertvoll sind. Und noch wichtiger ist es, diejenigen Dinge einer Wiederverwertung zuzuführen, die giftige Bestanteile enthalten und nur von Fachleuten korrekt entsorgt werden können.

Welche Gegenstände und Materialien sollte man recyceln?

Die Liste der zum Recyceln geeigneten Dinge ist lang. In dieser Übersicht zu Gegenständen und Materialien könnt Ihr Euch genauer informieren, was man wiederverwenden kann und wie man das macht.

Wo kann ich bei uns in Wiesloch Gegenstände recyceln?

Die folgende Übersicht über Sammel- und Abgabestellen in Wiesloch und Umgebung gibt konkrete Tips, wie Ihr Dinge einer Wiederverwendung zuführen könnt.

Was kann ich sonst noch tun?

Richte an Deiner eigenen Schule ebenfalls eine Sammelstation ein! Eine Anleitung und Materialien zur Einrichtung der Sammelstation hilft Dir dabei.

News

Kann die Natur Plastik zersetzen?

Wer kennt das Bild nicht: eine Wiese im Wald, ein Strand, ein Berggipfel, wunderschön gelegen mit herrlicher Aussicht: nur überall liegt Müll herum, vorallem Plastik.

 

Wesentlicher Grund dafür ist, dass Plastik nicht oder nur sehr langsam von der Natur wieder abgebaut wird. Im günstigsten Fall wird es in kleine Teilchen zerrieben. Selbst nach mehreren hundert Jahren wird Plastikmüll - wenn einmal achtlos weggeworfen - an dieser Stelle liegen.

Bereits 2011 hat ein Forschungsteam eine Entdeckung veröffentlicht, die hier Hoffnung auf eine Verbesserung aufkommen lässt: es wurde ein Pliz gefunden, der zumindest eine Sorte Plastik, Polyurethane, frisst und damit abbaut. Der Artikel der Dschungelpilz, der Plastik frisst, erschienen im Blog des Forschungs-Instituts Frauenhofer-Gesellschaft berichtet darüber und nennt die ursprüngliche Quelle in einer Fachzeitschrift.

Vor wenigen Tagen wurde nun eine weitere Veröffentlichung bekannt: ein japanisches Forschungsteam hat ein Bakterium mit dem wissenschaftlichen Namen Ideonelle sakaiensis endeckt, das sich gerne und hauptsächlich von PET, einer weiteren weit verbreiteten Plastik-Sorte ernährt. (Darüber hat das ZEITmagazin im Artikel Lieblingsessen Plastik am 11.03.2016 berichtet).

Bis zu einer technischen Nutzung zum Abbau von Plastik-Müll ist noch ein weiter Weg. Nun scheint aber ein Weg offen, wie die Menschheit in Zukunft das Problem Plastikmüll in den Griff bekommen kann.

 

 

Umwelttipp

Wertstoffrecycling

Es ist wichtig, CDs, Handys und Batterien nicht einfach in den Hausmüll zu werfen, sondern sie zu Sammelstellen zu bringen. Dadurch können seltene Wertstoffe wiederverwendet werden und es wird vermieden, dass giftige Stoffe nicht sachgerecht entsorgt werden. Das spart Rohstoffe und schont die Umwelt.

Ebenfalls nützlich ist es, wann immer möglich Akkus statt Batterien zu verwenden und Handys nur dann zu erneuern, wenn das alte Gerät wirklich kaputt ist.

 

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