Dass Plastik im Meer ein Problem ist, haben wir schon berichtet, ebenso, welche Initiativen es gibt, hier eine Verbesserung zu erzielen.

Plastik baut sich leider so gut wie nicht ab. Es zerfällt stattdessen kontinuierlich in kleinere Teilchen, bis es schließlich fast vollständig in Mikroplastik umgewandelt ist, das leider kein bischen ungefährlicher ist, weiterhin von Meeresbewohnern verspeist wird, die Meere weiter verunreinigt und seine Bewohner vergiftet.

Ein Beitrag im WWF Blog weist darauf hin, dass nicht nur Plastik, das direkt ins Meer gelangt, zu diesem Problem beiträgt. Auch beim Waschen - z.B. eines Fleece-Pullovers - lösen sich kleine Fusseln aus dem Material und gelangen mti dem Abwasser in die Kläranlagen und - weil sie nicht herausgefiltert werden können - ins Meer.

Hier hilft nur eines: auf Kleidung aus diesem Material verzichten! Insbesondere, wenn man diese Kleidung nicht wirklich für die Polarexpedition benötigt, sondern sie entspannt in der Freizeit trägt.

 

 

News

Kann die Natur Plastik zersetzen?

Wer kennt das Bild nicht: eine Wiese im Wald, ein Strand, ein Berggipfel, wunderschön gelegen mit herrlicher Aussicht: nur überall liegt Müll herum, vorallem Plastik.

 

Wesentlicher Grund dafür ist, dass Plastik nicht oder nur sehr langsam von der Natur wieder abgebaut wird. Im günstigsten Fall wird es in kleine Teilchen zerrieben. Selbst nach mehreren hundert Jahren wird Plastikmüll - wenn einmal achtlos weggeworfen - an dieser Stelle liegen.

Bereits 2011 hat ein Forschungsteam eine Entdeckung veröffentlicht, die hier Hoffnung auf eine Verbesserung aufkommen lässt: es wurde ein Pliz gefunden, der zumindest eine Sorte Plastik, Polyurethane, frisst und damit abbaut. Der Artikel der Dschungelpilz, der Plastik frisst, erschienen im Blog des Forschungs-Instituts Frauenhofer-Gesellschaft berichtet darüber und nennt die ursprüngliche Quelle in einer Fachzeitschrift.

Vor wenigen Tagen wurde nun eine weitere Veröffentlichung bekannt: ein japanisches Forschungsteam hat ein Bakterium mit dem wissenschaftlichen Namen Ideonelle sakaiensis endeckt, das sich gerne und hauptsächlich von PET, einer weiteren weit verbreiteten Plastik-Sorte ernährt. (Darüber hat das ZEITmagazin im Artikel Lieblingsessen Plastik am 11.03.2016 berichtet).

Bis zu einer technischen Nutzung zum Abbau von Plastik-Müll ist noch ein weiter Weg. Nun scheint aber ein Weg offen, wie die Menschheit in Zukunft das Problem Plastikmüll in den Griff bekommen kann.

 

 

Umwelttipp

Nachhaltig einkaufen!

Eine gute Möglichkeit um Verpackungsmüll zu sparen, ist es, in Geschäften einzukaufen, in denen man, anstatt dort die Lebensmittel verpackt zu bekommen, sein eigenes Gefäß mitbringen muss. 

In Heidelberg (Ladenburgerstraße 37, Neuenheim) findet man zum Beispiel das Geschäft Annas Unverpacktes.

In vielen anderen Geschäften findet man übrigens auch die Möglichkeit, Verpackungen, zum Beispiel Kartons, direkt wieder abzugeben ... sie also gar nicht erst mit nach Hause zu nehmen und dort wieder wegzuwerfen. Das reduziert die Transportwege und "erzieht" den Einzelhandel mit Verpackungen sparsamer umzugehen. Es kann also eine gute Sache sein, diese Möglichkeit zu nutzen

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