In der Ladenburgerstraße 37 in Neuenheim (Heidelberg) wurde das Geschäft Annas Unverpacktes eröffnet. Anna Wahala, die Besitzerin, verkauft in ihrem Laden nur Bio-Lebensmittel ohne Verpackung.

Man bekommt dort Nudeln, Reis, Mehl, Zucker, Müslizutaten und fertige Mischungen, Gewürze, Kräuter, sowie Bruchschokolade, Fruchtgummi und Säfte. Die Inhaberin plant aber, ihr Angebot auszuweiten.

Verpackungen, in Form von verschließbaren Gefäßen, sollte man am besten selbst mitbringen. Ansonsten bekommt man dort Papiertüten, Schachteln aus nachwachsenden Rohstoffen oder Weck Gläser.

Mehr Informationen in einem Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung vom 30.06.2015.

News

Kann die Natur Plastik zersetzen?

Wer kennt das Bild nicht: eine Wiese im Wald, ein Strand, ein Berggipfel, wunderschön gelegen mit herrlicher Aussicht: nur überall liegt Müll herum, vorallem Plastik.

 

Wesentlicher Grund dafür ist, dass Plastik nicht oder nur sehr langsam von der Natur wieder abgebaut wird. Im günstigsten Fall wird es in kleine Teilchen zerrieben. Selbst nach mehreren hundert Jahren wird Plastikmüll - wenn einmal achtlos weggeworfen - an dieser Stelle liegen.

Bereits 2011 hat ein Forschungsteam eine Entdeckung veröffentlicht, die hier Hoffnung auf eine Verbesserung aufkommen lässt: es wurde ein Pliz gefunden, der zumindest eine Sorte Plastik, Polyurethane, frisst und damit abbaut. Der Artikel der Dschungelpilz, der Plastik frisst, erschienen im Blog des Forschungs-Instituts Frauenhofer-Gesellschaft berichtet darüber und nennt die ursprüngliche Quelle in einer Fachzeitschrift.

Vor wenigen Tagen wurde nun eine weitere Veröffentlichung bekannt: ein japanisches Forschungsteam hat ein Bakterium mit dem wissenschaftlichen Namen Ideonelle sakaiensis endeckt, das sich gerne und hauptsächlich von PET, einer weiteren weit verbreiteten Plastik-Sorte ernährt. (Darüber hat das ZEITmagazin im Artikel Lieblingsessen Plastik am 11.03.2016 berichtet).

Bis zu einer technischen Nutzung zum Abbau von Plastik-Müll ist noch ein weiter Weg. Nun scheint aber ein Weg offen, wie die Menschheit in Zukunft das Problem Plastikmüll in den Griff bekommen kann.

 

 

Umwelttipp

Fleece-Pullis vermeiden!

Fleece-Pullover und -Jacken bestehen aus Plastik. Wäscht man diese gelangen kleine Plastik-Fusseln ins Abwasser, die auch in Kläranlagen nicht herausgefiltert werden können. Die kleinsten Teilchen gelangen in die Meere und werden dort von kleinen Fischen gefressen, die das Plastik nicht verdauen können. Darum lagert es sich im Magen der Tiere ab, bis sie keine Nahrung mehr aufnehmen können und elendig verhungern.

Also kauft wenn möglich keine Fleece-Pullis und -Jacken!

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