Vom 9. bis zum 11. Januar findet dieses Jahr die bundesweite Stunde der Wintervögel statt. In dieser Aktion können Interessierte eine Stunden lang die höchste Anzahl gleichzeitig gesehener Vögel zählen. 

News

Kann die Natur Plastik zersetzen?

Wer kennt das Bild nicht: eine Wiese im Wald, ein Strand, ein Berggipfel, wunderschön gelegen mit herrlicher Aussicht: nur überall liegt Müll herum, vorallem Plastik.

 

Wesentlicher Grund dafür ist, dass Plastik nicht oder nur sehr langsam von der Natur wieder abgebaut wird. Im günstigsten Fall wird es in kleine Teilchen zerrieben. Selbst nach mehreren hundert Jahren wird Plastikmüll - wenn einmal achtlos weggeworfen - an dieser Stelle liegen.

Bereits 2011 hat ein Forschungsteam eine Entdeckung veröffentlicht, die hier Hoffnung auf eine Verbesserung aufkommen lässt: es wurde ein Pliz gefunden, der zumindest eine Sorte Plastik, Polyurethane, frisst und damit abbaut. Der Artikel der Dschungelpilz, der Plastik frisst, erschienen im Blog des Forschungs-Instituts Frauenhofer-Gesellschaft berichtet darüber und nennt die ursprüngliche Quelle in einer Fachzeitschrift.

Vor wenigen Tagen wurde nun eine weitere Veröffentlichung bekannt: ein japanisches Forschungsteam hat ein Bakterium mit dem wissenschaftlichen Namen Ideonelle sakaiensis endeckt, das sich gerne und hauptsächlich von PET, einer weiteren weit verbreiteten Plastik-Sorte ernährt. (Darüber hat das ZEITmagazin im Artikel Lieblingsessen Plastik am 11.03.2016 berichtet).

Bis zu einer technischen Nutzung zum Abbau von Plastik-Müll ist noch ein weiter Weg. Nun scheint aber ein Weg offen, wie die Menschheit in Zukunft das Problem Plastikmüll in den Griff bekommen kann.

 

 

Umwelttipp

Ein Jahr ohne neue Klamotten

Die Herstellung eines T-shirts verbraucht 2700 l Wasser!

Die meisten Klamotten bestehen aus Baumwolle oder Kunstfasern. Um bei uns Klamotten billig verkaufen zu können, bauen die Hersteller deshalb Baumwolle auf riesigen umweltschädlichen Plantagen an oder riskieren Tankerunglücke beim Transport von Erdöl, einem wichtigen Bestandteil von Klamotten aus Kunstfasern. Bei der Weiterverarbeitung der Klamotten arbeiten Menschen, manchmal sogar Kinder, unter schlechten Arbeitsbedingungen für wenig Geld und setzen sich dabei giftigen Chemikalien aus, die auch die Umwelt verschmutzen.

Um das zu verhindern ist es wichtig, nur die Klamotten zu kaufen, die man wirklich braucht. Eine gute Möglichkeit ist es, sich in einem Jahr vorzunehmen keine neuen Klamotten zu kaufen und dem Vorbild der Berlinerin Joice Növius zu folgen.

Zum Seitenanfang
JSN Blank template designed by JoomlaShine.com